Gehört duzen zur heutigen Gesellschaft? Oder stirbt das Sie bald ab? Auf zweinull.cc ist eine interessante Diskussion im Gange.
Wer wem das du anbietet - nach Knigge gilt:
- Die Frau bietet dem Mann das du an
- Die ältere Person der jüngeren
- Der Vorgesetzte dem Unterstellten
Diese “Regeln” sind heuzutage oftmals nur noch etwas, was einmal geschrieben wurde. Im Web 2.0 (in so genannten Communities) gehört es bereits zum guten Ton, zu duzen. Laufe ich in einen Sportladen, werde ich auch von Krethi und Plethi geduzt. Vielleicht liegts auch an meinem jünglichen Aussehen, denn auch mit bald 21 Jahren zeige ich meinen Ausweis noch regelmässig. Wobei wir beim Ausgang sind. Denn auch im Ausgang wird fleissig weitergeduzt, auch unter älteren Leuten. Auf der Arbeit ist man heute viel schneller mit dem Chef per du als noch vor einigen Jahren. Mag daran liegen, dass auch die Chefs jünger werden.

Foto von mikecco
Ich arbeite bei der Schweizer Armee. Da es da Hirarchiestufen gibt ist es relativ einfach. Alle Ranghöheren werden gesiezt, bis einem das Du angeboten wird. Bei Ranguntergebenen kann man selbst unterscheiden, wie man es handhaben möchte - ich sieze meist (ausser die auch einen Arbeitsvertrag haben), es schafft eine gewisse Distanz. Denn aus eigener Erfahrung weiss ich - wird einem das Du angeboten, sieht man das Gegenüber eher als “Freund” und erlaubt sich das eine oder andere mal etwas mehr. Und das ist menschlich.
Im Ausgang duze ich eigentlich alle, es sei denn, jemand ist augenscheinlich doch etwas älter als ich.
Wie es Kommentierer Tobi so schön sagte:
Wer weiß, ob kommende Generationen das “Sie” noch kennen.







UND WAS NUN?